Halswirbelsäule und Kiefergelenk stehen in enger Verbindung zueinander.

Wieder schlecht geschlafen?
Mit Kopfschmerzen aufgewacht?

Gehen Sie doch mal zum Zahnarzt!

Schon wieder haben Sie sich eine Nacht im Bett herumgewälzt. Und der Schlaf wollte nicht kommen. Stattdessen spürten Sie, wie Ihre Anspannung zunahm. Wie Ihre Kiefergelenke sich verspannten.

Jetzt, am Morgen, fühlen Sie sich gerädert und haben Kopfschmerzen, sind abgeschlagen.

Wenn Ihnen diese Symptome bekannt vorkommen oder wenn Sie unter Rückenschmerzen und Kieferknacken leiden, dann kann es sein, dass Ihre Beschwerden von einer Fehlfunktion der Kiefergelenke herrühren.

Dann kann Ihnen möglicherweise kein Internist oder Osteopath helfen, sondern der Zahnarzt. Weshalb, das lesen Sie in unserem aktuellen Artikel.

Der Körper reagiert auf unzählige äußere Einflüsse

Für viele Menschen gehören Kopf- und Rückenschmerzen oder eine eingeschränkte Kopfdrehung zu den lästigen und oft sehr schmerzhaften, allerdings auch gewohnten Begleiterscheinungen eines jeden Tages. Sie werden als „Verschleißzeichen“ abgetan. Als Resultate eines stressigen Arbeitslebens oder einer privaten Krise.

Und viele nehmen diese Beschwerden hin, arrangieren sich damit und nehmen, wenn sie allzu stark werden, Schmerzmittel dagegen.

Untersuchungen zeigen, dass etwa jeder 12. Bundesbürger an solchen oder ähnlichen Symptomen leidet.

Die ganzheitliche Zahnmedizin betont immer mittlerweile immer häufiger den Zusammenhang von gewissen Beschwerdebildern mit dem Mund-Kieferbereich.

Mittlerweile hat man dort erkannt, dass Stress, Unzufriedenheit, seelische Belastung oder Ängste zu Verhaltensmustern führen, die negative Auswirkungen auf die Kieferknochen und Kiefergelenke haben.

Wenn Sie nachts mit den Zähne knirschen, Ihre Kiefer nicht weit genug öffnen können, da es sonst stark schmerzt oder Sie mittlerweile bei einzelnen Lauten Artikulationsschwierigkeiten haben, signalisiert das dem Fachmann, dass hier eine Craniomandibulärer Dysfunktion, kurz CMD, vorliegt.

Gemeint ist damit eine Schädel-Unterkiefer-Fehlfunktion.

Was genau ist eine Craniomandibuläre Dysfunktion?

Wie bereits angeführt, führen beruflicher oder privater Stress, ungesunde Lebensführung, wie zu wenig Bewegung, oder auch unverarbeitete Kindheitstraumen dazu, dass der Körper sich verspannt.

Der Organismus versucht diese unwillkürlichen Verspannungen auszugleichen und schont instinktiv die schmerzenden Muskel und Bänder.

Durch die dadurch eintretende einseitige Kompensation entstehen durch regelmäßige Wiederholung unbewusste ungünstige Abläufe, wie eine Schiefhaltung des Oberkörpers oder Hochziehen der Schulter bei Stress.

Diese körperlichen Reaktionen führen automatisch zu negativen Auswirkungen auf das Kiefergelenk, mit der Folge, dass Sie nun möglicherweise nachts mit den Zähnen knirschen und morgens mit Kopf- oder Rückenschmerzen aufwachen.

Denn da das Kiefergelenk durch Muskeln und Nerven mit der Halswirbelsäule direkt in Kontakt steht, reagiert es prompt auf Verspannungen der Wirbelsäule.

Und wenn Sie dann instinktiv die eine Hälfte Ihres Kiefers beim Kauen schonen, da Sie in der Kiefermuskulatur Schmerzen verspüren, bekommen Sie als Resultat starke Zahnschmerzen an Ihren gegenüberliegenden Backenzähnen.

Sie sehen, alles hängt zusammen, alles reagiert aufeinander.

Craniomandibuläre Dysfunktion ganzheitlich behandeln

Eine Therapie kann hier nur ganzheitlich zu Erfolg führen. Schmerzmittel helfen nur unbefriedigend und bringen vor allem nur kurzfristige Lösung.

In meiner Praxis wende ich mich bewusst Ihrem gesamten Organismus zu, da ich aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung weiß, dass die Zähne mit der Kiefermuskulatur direkt mit dem Körper und seinen mechanischen Abläufen in Verbindung stehen.

Ich mache mir zunächst durch Lokalisierung und Eingrenzung der Beschwerden, sowie durch Erfragung Ihrer Verhaltensmuster, ein Bild Ihrer Situation.

Dabei wende ich keine Geräte oder Technik an, lediglich mit meinen Augen und Händen stelle ich eine Erstdiagnose.

Zudem frage ich nach Ihren Gewohnheiten, nach Mustern, die Sie möglicherweise bereits selbst erkannt haben, und ziehe auch Ihre berufliche beziehungsweise private Situation in die Anamnese mit ein.

Erst danach erfolgen Bissanalyse und Röntgenaufnahme sowie eine Modellherstellung Ihrer Kiefer, die deutlich zeigen können, wie Ihre Zähne mit den Kiefergelenken an den Schmerzen beteiligt sind.

Therapie erfolgt interdisziplinär

Wie eingangs schon geschrieben, ist eine CMD nie singulär auf Zähne und Kiefergelenke begrenzt. Vielmehr sind andere körperliche Ursachen mit beteiligt.

Deshalb ziehe ich Fachkollegen zur Therapie hinzu. Diese sind Osteopathen, Logopäden oder Physiotherapeuten, wenn gewünscht auch Psychotherapeuten.

Denn neben möglicher technischer Lösungen, zum Beispiel eine Aufbissschiene, ist auch eine bewusst herbeigeführte Verhaltensänderung für den Therapieerfolg unabdingbar, der nur gemeinsam mit Ihnen gelingen wird.

Dies vorausgesetzt können im Laufe der Zeit Ihre Beschwerden reduziert werden oder ganz verschwinden. Ein aktives und beschwerdefreies Leben ist für Sie wieder möglich.

Kommen Sie zu einem Erstuntersuchungsgespräch und lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass Sie Ihre Zahngesundheit samt Lebensfreude wieder finden.